Maly Trostinec- Vereint im Gedenken

Der internationale Runde Tisch „United by Remembrance: National Perspectives on the Tragedy of Maly Trostenets“ fand am 6. Oktober 2026 in Wien in den Räumlichkeiten der OSZE statt. Die wissenschaftliche Veranstaltung, an der sich auch die ÖWG beteiligte, markierte den 85. Jahrestag der Errichtung des nationalsozialistischen Vernichtungslagers Maly Trostenets (auch Maly Trostinec geschrieben) bei Minsk in der damals okkupierten Sowjetunion.

Historiker, Forscher, Akademiker, Diplomaten, Bildungsvertreter, Medien und Vertreter der Zivilgesellschaft aus Belarus, Russland, Österreich und der Schweiz nahmen an der Diskussion teil. Von österreichischer Seite sprachen der Historiker und St. Pöltner Stadtarchivar Mag. Thomas Lösch, der die Geschichte zweier jüdischer Familien von St. Pölten bis zu deren Ermordung in Maly Trostinec beschrieb. Weiters strich er auch das Österreich-Denkmal in der Gedenkstätte heraus, das 2018 von einer Delegation des österreichischen Bundespräsidenten Van der Bellen und Bundespräsidenten a.D. Heinz Fischer eingeweiht wurde. Der Vorsitzende des KZ Verbandes Oberösterreich Harald Grünn sprach über die historische Verbindung Oberösterreichs mit der Vernichtungsstätte nahe Minsk. Der Besuch der Gedenkstätte war auch schon mehrmals Teil historischer Bildungsreisen der ÖWG nach Belarus.

Die gut besuchte Veranstaltung, die vom freien Journalisten und ÖWG-Präsidenten Dr. Dieter Reinisch moderiert wurde, zog auch viele jüngere Interessierte und Studierende an.

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Jubiläum- ÖWG feiert 20. Geburtstag

Gemeinsam mit vielen langjährigen Wegbegleitern und Vertretern aus Kunst, Kultur, Wirtschaft, Diplomatie, Freundschaftsgesellschaften und der PaN (Partner aller Nationen) beging die Österreichisch-Weißrussische Gesellschaft ihr 20-jähriges Bestehen.

Der langjährige Präsident der ÖWG Prof. Peter Bachmaier ließ die letzten 20 Jahre mit ihren Höhen und Tiefen Revue passieren und strich den Beitrag der ÖWG zur Stärkung der österreichisch-belarussischen Beziehungen heraus. Im Mittelpunkt standen immer die Volksdiplomatie und die Völkerfreundschaft unserer beiden Länder, die sich durch eine Vielzahl an humanitären Projekten, Bildungsreisen, wissenschaftlichen und kulturellen Initiativen festmachen lassen. Der ÖWG-Präsident Dr. Dieter Reinisch betonte, dass die ÖWG diesen erfolgreichen Weg mit Schwerpunkt des kulturellen Austausches fortsetzen werde. Nach den Grußworten des belarussischen Botschafters und Gastgebers Andrei Dapkiunas sowie des Generalsekretärs der PaN Senator h.c. Walter J. Gerbautz wurde im Garten der Botschaft ein Baum der Freundschaft gepflanzt. Danach folgte ein reichhaltiges musikalisches Programm des Chores “Kalinka” unter der Leitung von Irina Grasmik und der bekannten österreichisch-belarussischen Violinistin Yuliya Lebedenko. Die Malerin Viktoria Malyshava führe durch ihre Bilderausstellung Wiener und belarussischer Motive.

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Altes Neujahrsfest- Stary novy god

Anlässlich des alten Neujahrfestes lud die ÖWG traditionell wieder Freunde und Interessierte, um über diesen Brauch, der in Belarus äußerst populär ist, zu informieren. Mit einer kurzweiligen Präsentation durch ÖWG Vize-Präsidentin Olesja Edinger-Domennikova wurden die vielen Gäste in die geschichtliche Herkunft dieses Festes und das Brauchtum eingeführt. Sachkundig wurde auf die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Silvester nach dem gregorianischen Kalender und dem alten Neujahrsfest nach julianischem Kalender aufmerksam gemacht. Nach dem Jahresrückblick 2024 durch ÖWG-Präsident Prof. Bachmaier folgten freundschaftliche Grußworte des Generalsekretärs von PAN (Dachverband Partner aller Nationen) Senator h.c. Gerbautz und des Vertreters der Botschaft der Republik Belarus Herrn Solovyev. Nach einem Auftritt von Ded Moroz (Väterchen Frost), seiner Enkelin Snegurotschka (Schneemädchen) und der kleinen Hexe Baba Jaga versammelten sich alle Anwesenden, um einen traditionellen belarussischen Ringtanz zu tanzen. Danach gab es das kreative Länder-Brötchen-Buffet des Hausherren Weingartner jun. und ein Konzert traditioneller belarussischer Silvesterlieder unter wunderbarer Harmonikabegleitung. Die Malerin Viktoria Malyshava präsentierte ihre neusten Werke. Es konnten viele Gäste belarussischen und österreichischen Hintergrundes begrüßt werden. Wir wünschen allen Freunden und Partnern viel Glück und Gesundheit im Jahr 2025! S novym godom!

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Belarus beim World Peace Choral Festival in Wien

Im Rahmen des World Peace Choral Festival konnten die Veranstalter heuer auch wieder einen belarussischen Chor in der Wiener Philharmonie begrüßen.

Der Chor “Polyfonica” existiert schon viele Jahre und tritt auch im Ausland auf. Nähere Infos zum Choir finden Sie unter Polifonica Chamber Choir | Facebook. Der Auftritt des belarussischen Chores war von hoher Professionalität und Qualität geprägt.

Das World Peace Choral Festival findet seit 2010 in Wien statt und bringt Chöre der ganzen Welt in Wien zusammen: The World Peace Choral Festival | Music festivals in Vienna | Vienna, Austria (wpcf.at)

Mitglieder der ÖWG nahmen an diesem ausgesprochen gut organisierten Konzert teil und waren von den Gesangskünsten begeistert.

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Kupala-Fest in Wien

Das weißrussische Kupalafest in Wien
7. Juli 2024

Österreichisch-Weißrussische Gesellschaft – PaN

Auch in osteuropäischen Ländern gehören Feiern zur Sommersonnenwende zu den traditionellen Festen im Jahreskreis. In Belarus findet dieser Brauch jedes Jahr in der Nacht vom 6. zum 7. Juli statt.

Die Österreichisch-Weißrussische Gesellschaft (ÖWG) lud aus diesem Anlass gemeinsam mit PaN/Partner aller Nationen zu einer Veranstaltung am Sonntag, 7. Juli 2024 in das Cafe Weingartner in 1150 Wien. Mit der Teilnahme von mehr als 40 Personen wurden alle Erwartungen erfüllt. Die ehrwürdige Kulisse des Alt-Wiener Kaffeehauses verband sich auf ideale Weise mit dem Thema der Veranstaltung.

In Belarus heißt das Sonnwendfest „Kupala“ und ist eigentlich nach dem alten julianischen Kalender das Johannisfest. Über die Traditionen und Rituale des Kupala-Festes hielt Frau Mag.a Olesja Edinger-Domennikova, Vizepräsidentin der Österreichisch-Weißrussischen Gesellschaft einen Vortrag.

Prof. Dr. Peter Bachmaier, Gründer und Präsident der ÖWG, begrüßte in seiner Einleitung Senator h.c. Generalsekretär Walter J. Gerbautz und Vertreter der Botschaft von Belarus.

Im anschließenden Vortrag zeigte Frau Edinger-Domennikova einen Film über die noch heute in Belarus sehr beliebten Rituale dieses Festes, das die ganze Nacht andauert. Im Zentrum steht eigentlich eine zauberhafte Begegnung zwischen Burschen und Mädchen. In Volkstracht und mit geflochtenen Blumenkränzen im Haar begeben sich unverheiratete junge Frauen zu einem See oder fließenden Gewässer. Dort wirft das Mädchen seinen Kranz in das nasse Element und erwartet sich Voraussagen über die Zukunft. Diese gestalten sich sehr konkret, indem die jungen Männer in das Wasser springen und die Kränze wieder herausholen. Der jeweilige Kranz soll Bursch und Mädchen zusammenführen und zu einem Versprechen für eine gemeinsame Zukunft werden. Danach springen die Männer über das Feuer. Alles wird begleitet von Musik, Tanz und Gesang.

Auch am 7. Juli bei der gemeinsamen Veranstaltung der ÖWG mit PaN war die Musik ein wesentlicher Programmpunkt. Das Publikum konnte auch hier im Kaffeehaus diese besondere Stimmung erleben. Die beiden Sängerinnen Liudmila und Alexandra boten mit ihren Liedern eine mitreißende Darstellung. Als Höhepunkt übergaben Olesja und Liudmila Blumenkränze an die anwesenden Damen. Alle Gäste trugen wesentlich zu einer äußerst anregenden und unterhaltsamen Stimmung bei. In den Gesprächen wurden Vergleiche zu Sonnwendfeiern im österreichischen Brauchtum gezogen, Ähnlichkeiten und Unterschiede wurden besprochen.

Diese Form des völkerverbindenden Austausches fand ihren kulinarischen Abschluss in einem exklusiven Brötchenbuffet aus der Küche des Cafes Weingartner. Jeder Teller war einem anderen Land gewidmet, auch dies ein Zeichen für kulturellen Austausch und Begegnung.       

Zum Erfolg trugen die Veranstalter, die Vortragende und die Künstlerinnen sowie die bewährte Mannschaft des Kaffeehauses bei, nicht zuletzt aber auch die interessierten Gäste aus mehreren Ländern. Ihnen allen sei an dieser Stelle gedankt.

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Gedenken im KZ Mauthausen

Auf Einladung des KZ Verbandes Oberösterreich/Verband der Antifaschisten nahmen Vertreterinnen und Vertreter der Gesellschaft beim Gedenken an Dimitrij Michailowitsch Karbyschew im ehemaligen Konzentrationslager Mauthausen teil.

Zu Beginn des deutsch-faschistischen Überfalls auf die Sowjetunion im Juni 1941 diente Generalleutnant Karbyschew im belarussischen Grodno und wurde kurz darauf von den Deutschen schwer verwundet gefangen genommen. Die Deutschen erkannten die Fähigkeiten Karbyschews und versuchten ihn mit Verlockungen und Versprechungen zum Verrat zu verleiten. Doch Karbyschew blieb standhaft, er ermutigte seine Mitgefangenen, war Teil der illegalen internationalen Widerstandsorganisationen. Sein Leidensweg endete nach dreieinhalb Jahren, nach Stationen wie Flossenbürg, Maydanek, Auschwitz, Sachsenhausen in Mauthausen. Generalleutnant Karbyschew musste bei strengem Frost splitternackt hinter der Wäschebaracke stehen und wurde mit eiskaltem Wasser übergossen, bis er zur Eissäule erstarrte. Er starb mit 65 Jahren.

Karbyschew bleibt ein Symbol für den Widerstand gegen den Nazi-Terror. Kränze wurden bei seinem Mahnmal und an der Klagemauer niedergelegt.

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Stary novy god- Altes Neujahrsfest

Anlässlich des alten Neujahrfestes lud die ÖWG Freunde und Interessierte, um über diese Tradition, die in Belarus äußerst populär ist, zu informieren. Mit einer kurzweiligen Präsentation wurden die vielen Gäste in die geschichtliche Herkunft dieses Festes und das Brauchtum eingeführt. Sachkundig wurde auf die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Silvester nach dem gregorianischen Kalender und dem alten Neujahrsfest nach julianischem Kalender aufmerksam gemacht. In einem kurzem Beitrag ließ auch der Verleger und Osteuropa-Historiker Hannes Hofbauer das alte Jahr Revue passieren. Nach einem Auftritt von Ded Moroz (Väterchen Frost), seiner Enkelin Snegurotschka (Schneemädchen) und der kleinen Hexe Baba Jaga versammelten sich alle Anwesenden, um einen traditionellen belarussischen Ringtanz zu tanzen. Danach gab es stilecht belarussische und österreichische Spezialitäten und ein Konzert traditioneller belarussischer Silvesterlieder unter wunderbarer Harmonikabegleitung. Wir wünschen allen Freunden und Partnern viel Glück und Gesundheit im Jahr 2024! S novym godom!

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Stary novy god- Altes Neujahrsfest

Am 13.01.2022 lud die ÖWG Mitglieder, Freunde und Partner aus dem bilateralen, kulturellen und humanitären Bereich in ein Wiener Traditionskaffeehaus, um gemeinsam das alte Neujahr (nach dem julianischen Kalender) zu begehen.

Das alte Neujahr selbst ist in Belarus kein offizieller Feiertag.

Früher gab es vor dem alten Neujahr die Tradition einer Art des Sternsingens. Junge Leute und Kinder verkleideten sich und gingen singend von Haus zu Haus. Dabei baten sie um Süßigkeiten, Geld und kleine Geschenke. Dabei war es üblich, die Hausherren mit Getreide, einem Symbol für Reichtum und Wohlstand, zu überschütten. Der Glaube war, dass dadurch dem Haus im neuen Jahr Frieden und Wohlstand beschieden werde.

Dieser Glaube hat sich vor allem in ländlichen Regionen vielfach erhalten, und so lebt die Tradition dort auch noch fort.

Nach Vorträgen von Frau Irina Valeryevna Čepurina und dem Publizisten und Verleger Hannes Hofbauer, der selbst auch schon mehrmals Belarus bereiste, gab es ausreichend Zeit, sich über Aktuelles und zukünftige Projekte auszutauschen.

Die Veranstaltung fand unter den geltenden Covid-Verordnungen statt.

Präsident Prof. Bachmaier eröffnet die Veranstaltung
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Frohe Weihnachten und viel Glück im neuen Jahr!

Wir wünschen allen Mitgliedern, Freunden und Kooperationspartnern der ÖWG in Österreich und Belarus

Frohe Weihnachten und ein gutes Neues Jahr!

S roždestvom Christovym i s nastupajuščim Novym 2022-im godom!

Für die ÖWG

Präsident Prof. Peter Bachmaier

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80 Jahre Überfall auf die Sowjetunion

Gedenkveranstaltung der Österreichisch-Weißrussischen Gesellschaftaus Anlass des 80. Jahrestags des Angriffs auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941

Ansprache des Präsidenten der ÖWG, Prof. Dr. Peter Bachmaier

„Der Angriff der Wehrmacht auf die Sowjetunion, in Deutschland ‚Russlandfeldzug‘ und in der Sowjetunion ‚Großer Vaterländischer Krieg‘ genannt, begann am 22. Juni 1941 um 3 Uhr früh, und die Festung Brest war eines der ersten Ziele. Dieser Krieg war ein Volkskrieg, ein Krieg des ganzen Volkes gegen die Invasoren und ist deshalb in Russland, Belarus und anderen Ländern der ehemaligen Sowjetunion und der ehemaligen sozialistischen Länder ein nationaler Gedenktag. Der Krieg ist bis heute in ganz Osteuropa im Bewusstsein der Menschen präsent. Die Überlebenden und deren Nachkommen sind zu Recht darauf stolz.

Belarus hat von allen Sowjetrepubliken am meisten unter dem Krieg gelitten (Anm.; ein Drittel der Gesamtbevölkerung der BSSR wurde vernichtet), und wir wenden uns gegen die fortschreitende Geschichtsfälschung im Westen. Das Europäische Parlament hat 2019 einen Beschluss gefasst, dass Hitlerdeutschland und die Sowjetunion in gleicher Weise als totalitäre Staaten aufgefasst werden sollen, gleichermaßen Schuld am 2. Weltkrieg hätten und daher die Kriegsdenkmäler, Straßennahmen und die positive Erinnerung daran beseitigt werden soll, was zunächst vor allem die Ukraine betraf.

Wir zeigen deshalb den belarussischen Film „Sturm auf die Festung Brest“ (produziert 2015), der auf historischen Tatsachen beruht, auf dem heroischen Widerstand der Besatzung, die sich drei Wochen lang gegen die Übermacht verteidigte. Dieses historische Ereignis ist auch heute eine der Grundlagen des Nationalbewusstseins des belarussischen Volkes.”

Hauptdenkmal in der Festung Brest
Zerstörtes Minsk 1941 (Foto: deutsches Bundesarchiv)
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